
Ausstellung Kurt Richter
Sonntag, 7. Juni , 14:00 – Sonntag, 5. Juli , 17:00

Kurt Richter wurde am 11.03.1934 im nordböhmischen Tattenitz, dem heutigen Tatenice, rund 200 km östlich von Prag, geboren. Seine Kindheit war geprägt vom Zweiten Weltkrieg und der anschließenden Vertreibung der Deutschen aus Böhmen. Die Familie fand nach der Vertreibung im Juli 1946 eine neue Heimat in Waldsassen. Vier Jahre lebten sie auf engstem Raum in einer Notunterkunft, die in der heutigen Grundschule vor Ort untergebracht war. In Waldsassen besuchte Kurt Richter auch die Volksschule.
Bereits in jungen Jahren zeigte sich Kurt Richters Talent und Begeisterung für die Malerei. So begann er mit 15 Jahren eine Lehre als Porzellanmaler bei der Porzellanfabrik Bareuther in Waldsassen. Insgesamt 13 Jahre übte er diesen Beruf mit viel Erfolg aus. Als die Drucktechnik im Porzellangewerbe immer mehr Fuß faßte, wollte er sich verändern – denn das war nicht sein Metier. Ab 1962 bis zu seiner Pensionierung war er dann als Zusteller bei der Deutschen Bundespost beschäftigt. Die Leidenschaft fürs Zeichnen und Malen ist ihm jedoch immer geblieben. In seiner Freizeit entwickelte er seine Begabung immer weiter. Seine Werke zeichnen sich durch Präzision und harmonische Kombination der Farbauswahl aus. Bei seinen Arbeiten in Öl, Aquarell und Federzeichnungen bewegt er sich hauptsächlich im Realismus, findet aber auch oft Gefallen an stilistischen Darstellungen im impressionistischen bis hin zu expressionistischem Stil. In der neueren Zeit wagte er sich bisweilen sogar in fantasievolle Abstraktionen. Inspirationen für seine zahlreichen Werke holte er sich hauptsächlich in der Natur und rund um Waldsassen.
Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Vernissage der Ausstellung ist am 06. Juni 2026 um 19.30 Uhr.